
Brünn ist ein Klassiker im Kalender der Superbike-Weltmeisterschaft. Das liegt zum einen am einzigartigen Layout, zum anderen an der langen Geschichte der osttschechischen Berg- und Talbahn. Bereits 1930 fanden auf einer 29 Kilometer langen Naturrennstrecke in den Wäldern bei Brünn erste Wettbewerbe statt. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das „Automotodrom Brno“, auf Tschechisch auch „Masaryk-Ring“ genannt, auf knapp 18 Kilometer verkürzt. In den 1950er-Jahren entwickelte sich Brünn zu einem Mekka des Motorrad-Rennsports, ab 1965 gastierte dort auch die Motorrad-Weltmeisterschaft. Nachdem sie weitere Male umgebaut und gekürzt wurde, endete 1986 die Ära der alten Strecke. 1987 wurde – etwa zehn Kilometer vom ursprünglichen Kurs entfernt – das neue „Automotodrom“ eröffnet. Die Superbike-Weltmeisterschaft fährt seit 1993 in Brünn.
Das Layout des Kurses folgt der hügeligen Waldlandschaft. Nach dem Start führt die Strecke durch breite Kurven bergab in einen Talkessel, bevor es wieder steil bergauf in Richtung Start-Ziel-Gerade geht. Diese Höhenunterschiede erfordern ein ausgefeiltes Set-up. Denn der Fahrer muss Vertrauen in sein Bike haben, egal ob er eine Kurve bergab oder bergauf anbremst. Insgesamt ist die Strecke flüssig zu fahren, und die Piloten mögen den ganz eigenen Charakter dieses Kurses, auf dem sie mit der richtigen Dosis aus Feingefühl und Attacke agieren müssen.
Automotodrom Brno, a.s.
Ostrovacice 201
CZ-66481 Brno-Venkov
Tel: +42 (0)546 123 326
Fax: +42 (0)546 123 329