Superbike Weltmeisterschaft - die Königsklasse für Serienbikes.

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In der Superbike Weltmeisterschaft zeigen die Werke, wie erfolgreich Serientechnik sein kann, und die Werkspiloten gehen mit den von kundiger Hand aufbereiteten Serienbikes ans absolute Limit.

Trotz oder gerade wegen der Reifenbindung (Pirelli, drei Mischungen plus Regenreifen) ist diese Rennklasse an Spannung nicht zu überbieten: packende Zweikämpfe, zahlreiche Positionswechsel, bei jedem Rennen ein großes Starterfeld, alle Top-Marken mit Motorrädern auf technisch höchstem Niveau. BMW Motorrad misst sich auch 2012 wieder mit namhaften Werken wie Honda, Kawasaki, Suzuki, Ducati und Aprilia.

Das Reglement garantiert dabei schon Hochspannung im Qualifying: Am Freitag steht nach einem freien Training bereits das erste "Qualifying Practice" auf dem Programm, ein gezeitetes Training, in dem sich die Piloten zum ersten Mal für die Superpole empfehlen. Am Samstag dann der erste Höhepunkt: Nach nochmals je einer freien und einer gezeiteten Trainingssitzung startet am Nachmittag die Entscheidung über die Startaufstellung mit den Superpoles 1, 2 und 3.

Bei trockenen Bedingungen machen in den 14-, 12- und 10-minütigen Sessions als erstes die besten 16, dann die besten 12 und dann die besten Acht den Pole-Sitter unter sich aus. Bei nassen Bedingungen starten die besten 16 zunächst in eine 20-minütige Superpole 1 und die besten Acht ermitteln in einer zweiten 20-minütigen Session den ersten Platz in der Startaufstellung.

Ob Regen oder Sonnenschein - die Superpoles bieten dreimal Spannung pur und garantieren Höchstleistungen ab dem ersten Outing. Am Sonntag werden dann nach einem kurzen Warm-Up zwei Rennläufe ausgetragen.

Die wichtigste Regeländerung für die Saison 2012 ist zudem die „Ein-Motorrad-Regel“: Während der Rennwochenenden gibt es nur noch ein Motorrad pro Fahrer. Bisher standen jedem Piloten zwei fahrbereite Bikes zur Verfügung. So konnten verschiedene Abstimmungen probiert werden, und im Falle eines Unfalls stand schnell ein Ersatzbike bereit. Mit der Ein-Motorrad-Regel gilt es für die Fahrer nun, mit dem zur Verfügung stehenden Material schonender umzugehen und manch zu riskantes Manöver zu vermeiden. Der Vorteil der neuen Regel liegt in den geringeren Material- und Logistikkosten.

BMW Motorrad gehört zu den Begründern der Superbike-Rennklasse. Anfang der Achtziger rüsteten Rennsportbegeisterte in den USA ihre großvolumigen R 90 S- und R 100Bikes mit Rennteilen auf, um damit bei den AMA (American Motorcycle Association) Rennklassen an den Start gehen zu können. Der Erfolg blieb nicht aus! Diese Zeit markierte den Beginn der neuen „Superbike“-Klasse.

1988 entschied man sich dann zu einer offiziellen Weltmeisterschaft. Heute wird diese Klasse auf drei Kontinenten in 14 Rennen ausgetragen. Viele Piloten begründeten mit ihren legendären Fahrstilen den Ruhm und den Mythos der Superbikes: Namen wie Franco Uncini, Doug Polen, Fred Merkel, Carl Fogarty, Colin Edwards, Troy Corser und Troy Bayliss haben gezeigt, dass sie nicht nur erfolgreiche Teilnehmer in der Königsklasse des Seriensports sind, sondern auf Augenhöhe mit den Prototypen-Fahrern aus der MotoGP fahren. Kein Wunder - rücken doch die Leistungswerte der Serientechnik in immer faszinierendere Höhen. In gemischten Rennen wären die besten Teams der Superbike-Weltmeisterschaft sogar schon in den vorderen Startreihen der MotoGP zu finden!