Schon als Serienmotorrad einsame Spitze: Die F 800 R im Einsatz als Stuntbike

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Was Chris Pfeiffer mit seiner F 800 R macht, hat selten etwas damit zu tun, was „normale“ Menschen mit ihrem Motorrad so machen. Die Schwerkraft scheint für ihn keine Rolle zu spielen. Nur selten sieht man den sympathischen Bayer bei seinen Shows tatsächlich im Sattel sitzen. Meist befindet er sich eher mit den Füßen auf dem Lenker, den Fußrasten oder gänzlich in der Luft.

Deshalb stellt der vierfache Stuntriding Weltmeister auch ganz besondere Anforderungen an sein Motorrad. Als er die BMW F 800 R testete, wusste er von Anfang an, dass sie schon im Serientrimm ziemlich gut "passt". Das richtige Rezept dafür beginnt schon beim Motor, ein ganz serienmäßiger 800-Kubik Zweizylinder, der schon im unteren Drehzahlbereich mit gut kontrollierbarem Leistungseinsatz „kommt“ – selbstverständlich auch mit einem publikumsreifen Sound und genügend Qualm für ordentliche Burnouts. „Die F 800 R hat eine lineare Kraftentfaltung. So kann ich das ganze Drehzahlspektrum optimal nutzen.“

Was viele nicht wissen: Die BMW F 800 R, auf der Chris Pfeiffer bei seinen Shows Wheelies, Stoppies und Donuts zaubert, ist weitestgehend im Originalzustand. „Motor, Rahmen, Räder, Schwinge und Federelemente sind Serienkomponenten.“ Ein paar Kleinigkeiten hat er natürlich noch dran gebaut, damit er mit ihr bei den angesagten internationalen Contests weltmeisterliche Action bringen kann. Eine kürzere Übersetzung sorgt für die so easy aussehenden Wheelies aus dem Stand. Mit einer zusätzlichen Hand-Hinterradbremse – betätigt mit dem linken Mittelfinger – bringt feinste Kontrolle bei mehr als 80 Grad stehendem und gleichzeitig schräg gestelltem Bike.

Auch ein fixierbares Gas ist notwendig, wenn man wie er die Hände auf einem Rad vom Lenker nimmt. Und weil die unglaubliche Action, die Chris bei seinen Shows bietet, unendlich viele Übungsstunden erfordert, bei denen er auch mal so absteigen muss, wie es von ihm eigentlich nicht geplant war, hat er sich ein paar Sturzbügel montiert. Dennoch macht Chris immer wieder die Erfahrung, dass viele Menschen mehr als erstaunt sind, „dass es für seinen Sport nur wenige Änderungen an der BMW F 800 R braucht“.

Für die maximale Ergonomie hat Chris durch eigene „Achsfußrasten“, die „Wheelie-Bar“ und das lässige, lichtlose Cockpit nachgeholfen. Und zu guter Letzt geht ohne das richtige Fahrwerk auch nicht viel: Stabil einerseits, handlich andererseits, „Wheelie“- und „Stoppie“-freundlich durch ausgewogene Gewichtsverteilung.

Die vielen „Haben-will“-Blicke seines Publikums zeugen davon, dass auch die Lackierung in BMW Motorrad Motorsport-Optik, bei der Chris Pfeiffer Edition inklusive Autogramm, richtig getroffen ist. Aber so viel Verbeugung muss vor diesem Meister seines Fachs einfach sein!